Spezialsprechstunde Arthrose Dr. MauchSpezialsprechstunde Arthrose · Stuttgart

Gelenke · Knie

Meniskusschaden

Der Stoßdämpfer im Knie reißt ein. Beim Sport plötzlich, ab der Lebensmitte auch bei einer Alltagsbewegung.

Was dahintersteckt

Zwischen Oberschenkel und Schienbein liegen zwei halbmondförmige Scheiben aus Faserknorpel. Sie verteilen den Druck und führen das Gelenk. Ein junger Meniskus reißt bei einer Drehbewegung unter Last, etwa beim Fußball oder Skifahren. Ein Meniskus, der über Jahrzehnte gearbeitet hat, wird spröde und reißt dann auch beim Aufstehen aus der Hocke. Der innere Meniskus ist häufiger betroffen, weil er fester mit der Gelenkkapsel verwachsen ist und weniger ausweichen kann.

Woran Sie es merken

  • Ein Knacken beim Verdrehen, danach Schmerz am Gelenkspalt
  • Schmerz an einer Stelle, die Sie mit dem Finger zeigen können
  • Schwellung, die über Stunden zunimmt
  • Das Knie lässt sich nicht mehr ganz strecken oder klemmt beim Beugen
  • Beim Aufstehen aus der Hocke sticht es

Wie wir es feststellen

Zuerst die Frage, wie es passiert ist, denn ein Riss nach einer Drehbewegung wird anders behandelt als ein Verschleißriss. Bei der Untersuchung suche ich den Druckschmerz am Gelenkspalt und prüfe mit Dreh- und Beugebewegungen, ob sich der Schmerz auslösen lässt. Die Kernspinuntersuchung zeigt Lage, Form und Größe des Risses; sie entscheidet mit darüber, ob genäht werden kann. Ein Röntgenbild im Stehen gehört dazu, um den Zustand des Knorpels einzuschätzen.

Womit es verwechselt wird

Am häufigsten steckt hinter ähnlichen Beschwerden eine Kniearthrose, oft liegen beide zusammen vor. Weiter kommen ein umschriebener Knorpelschaden, eine gereizte Gelenkschleimhautfalte, eine Reizung der Sehnenansätze an der Innenseite und eine Zyste in der Kniekehle in Frage.

Was ohne Operation hilft

Ein Verschleißriss ohne Klemmen wird zunächst ohne Operation behandelt: Übungsbehandlung, Kräftigung, zeitweise Entlastung, entzündungshemmende Mittel. Viele dieser Risse werden mit der Zeit beschwerdefrei, obwohl der Riss bleibt. Eine Spritze ins Gelenk kann die Reizung dämpfen.

Wann eine Operation im Raum steht

Wenn das Knie klemmt oder blockiert, wenn ein junger Meniskus frisch gerissen ist oder wenn die Beschwerden nach Wochen nicht weichen, wird in Gelenkspiegelung operiert. Der Grundsatz lautet: erhalten, was zu erhalten ist. Ein Riss in der gut durchbluteten Randzone wird genäht, denn jeder erhaltene Meniskusanteil schützt den Knorpel. Nur was nicht heilen kann, wird sparsam entfernt.

Wann es nicht warten darf

Wenn das Knie in Beugung feststeht und sich nicht mehr strecken lässt, rufen Sie am selben Tag an. Ein eingeklemmter Rissanteil gehört rasch behandelt.

Fachlich heisst dieses Beschwerdebild Meniskusläsion, andere Bezeichnungen sind Meniskusriss, gerissener Meniskus, Meniskusläsion, Innenmeniskus.

Verfasst und fachlich geprüft von Dr. med. Christian Mauch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnungen Sportmedizin und Chirotherapie, Ärztlicher Leiter des Maybach Medical MVZ Orthopädie. Maybachstraße 50, 70469 Stuttgart, Telefon 0711 896 550 0. Fachlich geprüft am 24.08.2026, zuletzt geändert am 27.09.2026. Die Seite ersetzt keine Untersuchung.